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Steinhagen

Dies ist die Beschreibung Bauerschaft Steinhagen mit Dorf.

Hausstätten- und Höfeliste

[Steinhagener Hausstätten- und Höfeliste] [Steinhagener Hausstätten- und Höfeliste]

Sie umfasst die Hofnummern 1 bis 145. Dieses ist etwa der Umfang der 1822 existierenden Höfe.

Verwaltungsstruktur Steinhagen

  • Vor 1815: Grafschaft Ravensberg → Amt Sparrenberg → Vogtei Brackwede → Kirchspiel Steinhagen
  • Ab 1815: Regierungsbezirk Minden → Kreis Halle → Amt Halle → Dorf Brockhagen
  • Seit 1973: Regierungsbezirk Detmold → Kreis Gütersloh → Gemeinde Steinhagen (mit den Ortsteilen Amshausen, Brockhagen, Steinhagen)

Geschichte

Konrad III. bestätigte im Jahr 1147 dem Stift Herford Besitzrechte an mehreren Hagen (also Höfen oder Hofstellen), darunter den Hofstellen „Schabbehardt“ und „Burde“ im Siedlungsgebiet des heutigen Steinhagen. Es wird vermutet, dass diese Höfe die Keimzellen des heutigen Ortes sind. Urkundlich belegt ist, dass ein Hagen in Burde mit zwölf Höfen dem Stift Herford im Jahr 1300 zu Zinsleistungen verpflichtet war. In späteren Urkunden wird „Burde“ auch „Nienhagen“ genannt.

In unmittelbarer Nachbarschaft dieses Hagen wurde durch den Grafen von Ravensberg (Hermann oder Ludwig) vermutlich Mitte des 11. Jahrhunderts eine Siedlung gegründet, die aus elf freien Höfen bestand und „Steinhagen“ genannt wurde. In einer Paderborner Urkunde vom 2. August 1258 wird die Siedlung erstmals als „Steinhagen“ bezeichnet. Beide Siedlungskerne wurden im Zuge einer kirchlichen Gebietsreform im Jahr 1334 vereint. Nach und nach wurden die Bezeichnungen „Burde“ und „Nienhagen“ zugunsten von „Steinhagen“ nicht mehr verwendet.

Vom 12. Jahrhundert an wurden in den Heberegistern des Stifts Herford grundherrliche Abgaben an Flachsbündeln und Leinentüchern erwähnt. Auch auf Steinhagener Gebiet muss es im 13. Jahrhundert schon Flachs- und Hanfanbau gegeben haben. In den Herforder Heberegistern wird von einer Bokemühle bei Borde berichtet. Sie soll an einem heute nicht mehr erkennbaren Arm des Landbaches in der Nähe des Hofes „Rueshop“ gelegen haben. Durch Leggeordnungen (1669/1672) wurde die Leinenproduktion vereinheitlicht und überprüft. Kurfürstliche Beamte kontrollierten Qualität und Maße; und legten Strafen und Gebühren fest. Steinhagen und Brockhagen wurden in der Gebührenordnung genannt. Wichtigstes Dokument ist das „Commercien-Edict“ von 1688. Hier ist eine Sonderregelung für Steinhagen und Brockhagen verzeichnet. Um 1720 gab es in der Grafschaft Ravensberg kaum einen Bauern, der nicht Flachs anbaute.

Seit der Umwälzung durch die Reformation im 16. Jahrhundert, die sich in Ravensberg und damit auch in Steinhagen nach und nach durchsetzte, ist die Bevölkerung von Steinhagen, wie im gesamten ehemaligen Altkreis Halle, überwiegend der evangelisch-lutherischen Konfession angehörig. Am 1. Januar 1932 wurde ein bewohnter Teil der Gemeinde Künsebeck eingemeindet (0,35 km²).

Bücher

Karten

Figure 1: Katasterkarte 1822. Die Karte zeigt Höfe und Besitzstand der Gemeinde Steinhagen im Jahr 1822, gezeichnet von R. Schluckbier im Jahr 1948.
Figure 2: Lage von Steinhagen im Kreis Gütersloh
Figure 3: Steinhagen mit seinen heutigen drei Ortsteilen

Verweise

Gemeindearchiv Steinhagen

Heimatverein Steinhagen

Auskünfte oder weitere ausführliche Unterlagen in digitaler Form zu einzelnen Höfen erhalten Sie unter:

                  juergeno@westfalenhoefe.de
wiki/steinhagen.txt · Zuletzt geändert: 2020/10/23 13:15 von michael