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wiki:wiedenbrueck_stadt_019

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Wiedenbrück Nr. 19

heute : Lange Straße 8, 33378 Rheda-Wiedenbrück

Althoff

heute :

Fotos

Altes Fachwerkhaus Nr. 19 um 1915, Blickrichtung Süd

Geschäfts- und Wohnhaus 1975, Blickrichtung Südwest

Geschichte

  • Hausdaten :
  • 1. Bebauung: 1649 nachgewiesen, 1837 Umbau zur Seiler-Spinnbahn, 1890 Neubau einer Spinnerei mit Kesselhaus.
  • 2. Bebauung: 1937 (?) oder grundlegender Umbau, 1950 weiterer Umbau.
  • Haisinschrift :
  • Türbalken:
  • Carl Althoff und Maria Anna Golkuhle anno 1830 den 21. August

Besitzerfolge

  • 1649 Uhrmeister, Peter, Kunstschmied oder Tagelöhner
  • 1651 Goldkuhle Hermann
  • 1657 Hermann Goldkuhle und seine zweite Ehefrau.
  • 1680 Schletbrügge Catharina, die Witwe von Hermann Goldkuhle.
  • 1692 Goldkuhle Johann, 1688 Feuerschauer.
  • 1708 Schwenger, Anna, die Witwe von Johann Goldkuhle.
  • 1713 In diesem Haus wohnt auch: Schanz Johann, Mieter (siehe Hs.Nr. 377).
  • 4. April 1720 Anna Schwenger, die Witwe von Johann Goldkuhle, spendet 10 Rtl. für die Armen, die vorher Cord Schröder (Hs.Nr. 123, 128.1) gespendet hat.
  • 1728 Anna Schwenger, die Witwe von Johann Goldkuhle, zahlt für ein Stück Gartenlandes außerhalb der Stadtmauern 10 d.
  • 1742 Johann Peter Goldkuhle, Schneidermeister.
  • 20. Juli 1748 Auf Antrag des Johann Peter Goldkuhle ist ein Augenschein auf das Stankett seines Nachbarn Johann Heithörster (Hs.Nr. 20) genommen worden, weil es nicht standhaft angebracht ist. Er muss es befestigen,
  • 28. Februar 1755 Führer Johann Heinrich Tribbel (Hs.Nr. 293, 311) ist Erbe seines verstorbenen Schwiegervaters, des Worthalters Heinrich Crone, der als Vormund über Ohreims und Wilhelm Grönes (Hs.Nr. 180) Kinder fungierte. Er setzt sich mit Conrad Ohreim und Johann Peter Goldkuhle für seine Schwester Elisabeth Goldkuhle, und Johann Peter Dreyer (Hs.Nr. 100) für seinen Schwager Johann Heinrich Gröne (Hs.Nr. 18) auseinander. Weil der Nachlass der Jungfer Schmidt nachgesehen wurde, ist befunden worden, dass von Crone alle Grönes bis auf Johann Heinrich mit 1/6 Anteil nicht ausgezahlt wurden, ebenso wie die Geschwister Conrad, Elisabeth und Heinrich Hermann Ohreim, die nur 10 Rtl. zur Beerdigung des Heinrich Hermann bekommen haben.
  • 1760/61 Margaretha Berckemeyer, die Witwe von Heinrich Ohreim (Hs.Nr. 379), einigt sich am 18.09.1760, 20.09.1760, 03.03.1761, 12.03.1761 und 03.05.1761 mit den Verwandten ihres verstorbenen Ehemannes, Anna Christina Ohreim, der Witwe von Johann Peter Goldkuhle, der Devota Ohreim, dem Küster Stephan Ohreim (Hs.Nr. 52), Elisabeth Ohreim (22.1?) und dem Spinnradmacher Dietrich Kamen (Hs.Nr. 101), der mit Anna Elisabeth Menke, einer Magd des Heinrich Ohreim, verheiratet ist, über das Testament des Heinrich Ohreim40, Anna Christina Ohreim, die Witwe von Peter Goldkuhle, quittiert am 31.03.1761 den Empfang von 210 Rtl. aus diesem Erbe für ihre Kinder Johann Heinrich, Carl Berend und Anna Gertrud.
  • 1766/83 Ohreim Anna Christina, die Witwe von Johann Peter Goldkuhle, Spinnerin.
  • 1772 Anna Christina Ohreim, die Witwe von Johann Peter Goldkuhle, Spinnerin.
  • 9. November 1772 Anna Christina Ohreim, die Witwe von Johann Peter Goldkuhle, beschwert sich, dass ihr Nachbar Heinrich Rieke (Hs.Nr. 17) mit dem Bau seines Schweinestalls die Grenze verletze.
  • 10. November 1773 Der Bürgermeister Johann Georg Schwenger (Hs.Nr. 288.1, 381, 382) erklärt, dass Franz Heinrich Stoß kein Nachrichter, folglich kein landesherrlicher Beamter sei. Er habe sich als Chirurg niedergelassen und müsse Steuern zahlen.
  • 9. Sept. 1783 Stoß Franz Heinrich, substituierter Nachrichter (am 08.11.1776 aus Rietberg eingebürgert)
    • kaufen das Haus für 90 Rtl.
  • 1798 Stoß Gerd Heinrich, Chirurg.
  • 8. Juni 1799 Die Stadt Wiedenbrück leiht sich bei Leopold Heitmann aus der Herrschaft Rheda, Kirchspiel Clarholz, 300 Rtl. zu 3 % Zinsen zur Abtragung der Schulden von 50 Rtl. an Gerd Heinrich Stoß von 100 Rtl. an Colon Gerling und verschiedenen Armengelder.
  • 1802 Die Beamten des Amtes Reckenberg haben am 19.08.1802 Bedenken, die durch den Tod des Chirurgen Johann Heinrich Döring (Hs.Nr. 285) vakant gewordene Stelle des Amtschirurgen mit dem Chirurgen Franz Heinrich Stoß zu besetzen. Sie halten am 09.08.1802 den Chirurgen ? Strewe für nicht geeignet. Er ist wohl ein Bruder des späteren Kreischirurgen Christian Bernard Strewe (Hs.Nr. 250), der ein angesehener Bürger war, im Gegensatz zu seinem Bruder, der als „Leichtfuß“ bezeichnet wird, mehrfach, u. a. beim Vertrauten Gerichtsschreiber Florenz Brüning (Hs.Nr. 251) Geld gestohlen hat, 1.000 rtl. Schulden hat und als „dreulos“ bezeichnet wird.
  • 1816/17 Gerd Heinrich Stoß, Chirurg.
  • 5. Juli 1820 Becker Wilhelmine, die Witwe von Heinrich Stoß, verkauft dieses Haus für 400 Rtl.
    • an Althoff Carl, Böttcher.
  • 21. August 1830 Carl Althoff und seine Ehefrau Maria Anna Goldkuhle bauen ein neues Haus. (Hausinschrift)
  • 23. August 1836 Carl Althoff, Böttcher.
  • 1837 Umbau zu einer Seiler-Spinnbahn.
  • 1883 Burmann Franz Wilhelm, Seilereibesitzer.
  • 1890 Burmann Franz Wilhelm, Seilereibesitzer
  • 1890 Neubau einer Spinnerei mit Kesselhaus.
  • 1899/1900 Haßmeier, Peter, Anstreichermeister.
  • 1911 Hansmeyer, Heinrich, Bierverleger (siehe Hs.Nr. 10, 12) und Stiens, Anton, Tischler zu je 1/2 Anteil.
  • 1914 Peitz, Bernhard, Händler in Delbrück.
  • 1937 Umbau.
  • 1938 Bettentrup, Heinrich, Schneidermeister.
  • 1950 Umbau.

Quelle : Stadt Rheda-Wiedenbrück, Archivarin Annette Roesler und Josef Temme

Karten

Preußisches Ur-Kataster Wiedenbrück 1822, Stadt Wiedenbrück Flur 1

Karte nach den Preußischen-Urkataster 1822, M. Erichreineke 2025

Karte TK 25 1837

Karte TK 25 1922

Karte TK 25 2001

Karte Google Maps 2025

Lange Straße 8 Google Maps

Dokumente

1940 Bettentrup, Lange Straße 8

Adressbücher Kreis Gütersloh

Schrägluftbild 1990er, Blickrichtung Südost

Hansa Luftbild AG, Luftbildpläne 1951-1970 RW 0230, Nr. 15314 2.6.1965

Wiedenbrücker Häuser, Band 1, Josef Temme

bearbeitet durch Annette Roesler, Stadtarchiv Rheda-Wiedenbrück 2009

siehe : Regional-Literatur zu Rheda-Wiedenbrück

Verweise

Auskünfte

Stadtarchiv Rheda Wiedenbrück

Heimatverein Wiedenbrück

Heimatverein Wiedenbrück

Ausführliche Informationen : Wiedenbrück Nr. 19 / Archiv

Auskünfte erhalten Sie unter:

                 info@westfalenhoefe.de
wiki/wiedenbrueck_stadt_019.txt · Zuletzt geändert: von michael

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