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Wiedenbrück Nr. 22
heute : Lange Straße 12, 33378 Rheda-Wiedenbrück
Heising
heute :
Fotos
Geschichte
- Hauslage :
- 1647 Im Thüle (= breite, eng werdende Gasse, Dreieck, Pfahlwerk, Wall).
- 1820 Thulheising, Schem im Thüle.
- Hausdaten
- 1. Bebauung: 1599, 1954 Abbruch.
- 2. Bebauung: 1955.
- Hausmarke / Inschrift
- Torbogen:
- An[n]o 1599 OV BS
- = O(tto) V(hrmeister), B(arbara) S,
- Namenkürzung des Mannes «OV>» und Meisterzeichen der Frau «BS»; vergl. Langestr. 35 (1610), Tafel: 2.
- Tragbalken:
- Wol Got vortrauwet, der hat wol gebauwet
- (Die Namenskürzungen befinden sich auch an Hs.Nr. 563.)
- vergl. Ps. 32, 10 und Weish. 3, 9 und Sir. 32, 28 und Langestr. 12 (1599), 24 (1664), 27 (1616), 51 (1713), 71 (1675), 88 (1592); Mönchstr. 9 (1611), 20 (um 1650), Marienstr. 9 (um 1650), Neupförtnerwall 15 (1790), Kirchstr. 10 (1686)
☛ [Heftreihe F. Flaskamp, Nr. 18 1935 "Hausinschriften, Hausmarken und Wappen der Stadt Wiedenbrück"]
Besitzerfolge
- 1598/99 Uhrmeister, Otto
- 1604 Otto Uhrmeister hat 3 Kühe, 4 Rinder, 2 Schweine.
- 1621, 29. Juni Otto Uhrmeister kauft den zur Marktseite liegenden Teil des Hauses Hs.Nr. 49 für 460 rtl. für seine Tochter Agnes, die Ehefrau von Everdt Brüggemann.
- 1628 Uhrmeister, Christian, Tagelöhner und seine Ehefrau Elisabeth Mackenberg, Lehrerin in Batenhorst (1621 eingebürgert).
- 1637/60 Johann Heising spendet 5 rtl. zur Besoldung der Lehrer und Erhaltung des Schulgebäudes der höheren Knabenschule.
- 1645 Heising, Johann, Bierwirt, seit 1646 Ratsherr, bis 1654 Lohnherr, 1649 Rottmeister der ersten Rotte der Bürgerwehr, 1653 Schützenoberst.
- 1649 Johann Heising, Bierwirt.
- 1654, 12. Mai Johann Heising einigt sich mit dem Fiskus von Rheda wegen Schafschüttenrechten in der Schiffheide,
- 1656 Schmidt oder Hölscher Cordt, Lohgerber.
- 1656, 9. Januar Johann Rüdingloh und Gertrud Minnenprieß (Hs.Nr. 16, 22, 22.1, 288) verkaufen an Margaretha Schmidt, die Witwe von Johann Heising, ein Grundstück.
- 1660 In den Steuerlisten erscheint der Name: Schmidt, Margaretha, die Witwe von Johann Heising.
- 1665 Margaretha Schmidt, Witwe Johann Heising, jetzt: Heising, Johann, Lohgerber, Mitglied der Schuhmachergilde. 1680/84 Gildemeister, seit 1685 Ratsherr, 1686 Lohnherr, 1687/1702 erster Lohnherr. 1697 kleiner Lohnherr und seine Ehefrau Elisabeth Hellweg (am 01.12.1665 eingebürgert) mit seinen Brüdern.
- 1667/69 Lohgerber Johann Heising und Brüder als Erben.
- 1670/86 Der Lohgerber Johann Heising und seine Ehefrau Elisabeth Hellweg.
- 1697, 12. September Im Vergleich zwischen Bürgermeister und Rat der Stadt Wiedenbrück und den Vormündern der Heisings und Kerstings Kinder, Bernhard Kersting (Hs.Nr. 245) mit dessen Stiefvater Christoph Thumann und Johann Populoh (Hs.Nr. 122), tritt Dechant Heinrich Heising, Sohn von Johann Heising und Margaretha Schmidt, auf.
- um 1703/28 Hellweg, Elisabeth, die Witwe von Johann Heising.
- 1715, 6. März Elisabeth Hellweg, die Witwe von Johann Heising, hat einen Stand Kirchenstühle in der Aegidienkirche.
- 1720, 7. August Johann (Peter Anton) Heising schichtet und teilt mit den Kindern aus seiner ersten Ehe mit Catharina Margaretha Volmari, weil er nunmehr als Witwer Maria Elisabeth Biermann heiraten möchte.
- 1721 Johann (Peter Anton) Heising ist zweiter Stifter der vierten Wappenscheibe für das Franziskaner-Kloster St. Katharina in Rietberg.
- 1728 Heising, Johann (Peter Anton), Lohgerber und Lederhändler.
- um 1735/49 Biermann, Maria Elisabeth, die Witwe von Johann (Peter Anton) Heising.
- um 1750 Heising, Johann Peter, Lohgerber.
- 1759 Kothe, Franziska Margaretha, die Witwe von Johann Peter Heising, im Thüle.
- 1762, 8. Oktober Der Regimentsfeldscher Appolt, der bei Constanz Schlato (Hs.Nr. 269) wohnt, hat ein Stück Rindvieh gestohlen, das der Metzger Bernd Heinrich Dönnewald (Hs.Nr. 90) geschlachtet und Johann Caspar Mürmann (Hs.Nr. 261) eingepackt hat, Unteroffizier Hallwich, der bei Johann Jacob Vogelsang (Hs.Nr. 258) wohnt, hat das Fleisch abgeholt. Darüber hinaus ist mehr Fleisch requiriert und nicht bezahlt worden. Weitere Beteiligte sind der Postmeister Johann Hermann Emsmann (Hs.Nr. 384), der Apotheker Johann Christian Röttscher (Hs.Nr. 262), Peter Berckemeyer (Hs.Nr. 53) und Franziska Margaretha Kothe, die Witwe von Johann Peter Heising.
- 1767, 12. März Franziska Margaretha Kothe, die Witwe von Johann Peter Heising, beklagt sich, dass Anton Linnemann (Hs.Nr. 24) die Gosse an seiner Mistgrube zugemacht hat. Das herabfallende Wasser Linnemanns, ihres sowie das des Wilhelm Krümpelmann ( Hs.Nr. 20) könne nicht abfließen und der Weg sei unbrauchbar geworden.
- 1768, 12. Dezember Jungfer Elisabeth Ohreim hat bei der Vikarie St. Johannes Baptist 30 rtl. Kapital, was bei der Witwe der Nichte von Johann Peter Heising im Thüle zu 4 % steht.
- 1770 Franziska Margaretha Kothe, die Witwe von Johann Peter Heising Jun.
- 1772 Franziska Margaretha Kothe, die Witwe von Johann Peter Heising, Lohgerberin mit zwei Söhnen und zwei Mägden.
- (Die Familien Heising sind in der Stadt Wiedenbrück genealogisch kaum zu ordnen, Es gab zeitweilig ca. 20 Familien dieses Namen gleichzeitig.)
- 1772, 20. November Die Witwe von Peter Heising gibt an, dass der Hofherr Bernd Thumann (Hs.Nr. 156, 201, 250) ihr Geld schulde, der darauf eine Gegenrechnung zeigt.
- um 1800 Heising, Hermann und seine Ehefrau Christina Elisabeth König.
- 1816/17 König Christina Elisabeth, die Witwe von Hermann Heising, Spinnerin.
- 1822, 15. März Heising Christian Werner, Lohgerber und Krämer und seine Ehefrau Victoria Doren/Thuir, die Witwe von Joseph Cornet, kaufen das Haus für 660 rtl. (s. Hs.Nr. 274).
- 1852 Heising Johann Christoph und sein Bruder Heising Franz Hermann.
- Die Eltern sind Christian Werner Heising und dessen Ehefrau Victoria Doren/Thuir, die Witwe von Joseph Cornet (s. o.).
- 1860, 25. August Dönnewald, Johann Anton, Lohgerber, kauft das Haus für 1.540 rtl.
- 1883, 23. August Hansmeier, Elisabeth, die Witwe des Meiers Hermann Allerbeck zu Langenberg.
- 1886, 10. Oktober Schem, Conrad, Lohgerbermeister.
- 1941 Schem, Franz, Gastwirt.
- 1948 Schem, Maria, die Ehefrau von Karl Sommer (s. Hs.Nr. 316, 317).
- 1954 Abbruch wegen Baufälligkeit.
- 1955 Schem, Conrad, Kaufmann und seine Ehefrau Marianne Baumhüter (s. Hs.Nr. 11, 309, 327) bauen ein neues Haus.
Quelle : Stadt Rheda-Wiedenbrück, Archivarin Annette Roesler und Josef Temme
Karten
Preußisches Ur-Kataster Wiedenbrück 1822, Stadt Wiedenbrück Flur 1
Karte nach den Preußischen-Urkataster 1822, M. Erichreineke 2025
Karte TK 25 1837
Karte TK 25 1922
Karte TK 25 2001
Karte Google Maps 2025
Dokumente
1940 Schem, zu Lange Straße 12
Schrägluftbild 1990er, Blickrichtung Südost
Hansa Luftbild AG, Luftbildpläne 1951-1970 RW 0230, Nr. 15314 2.6.1965
Wiedenbrücker Häuser, Band 1, Josef Temme
bearbeitet durch Annette Roesler, Stadtarchiv Rheda-Wiedenbrück 2009
Verweise
Auskünfte
Stadtarchiv Rheda Wiedenbrück
Heimatverein Wiedenbrück
Ausführliche Informationen : Wiedenbrück Nr. 22 / Archiv
Auskünfte erhalten Sie unter:
info@westfalenhoefe.de
















