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wiki:wiedenbrueck_stadt_024

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Wiedenbrück Nr. 24

heute : Lange Straße 14, 33378 Rheda-Wiedenbrück

Niehaus

heute :

Fotos

Wohn- und Geschäftshaus um 2020, Blickrichtung Ost

Geschichte

  • Hausdaten :
  • 1. Bebauung: 1598 nachgewiesen, vor 1840 Abbruch.
  • 2. Bebauung: um 1840 (?), 1895 Anbau, mehrfache Umbauten.

Besitzerfolge

  • 1598/99 Davensberg, Thomas, Notar.
  • 1601 Heinrich von der Wyck, unehelicher Sohn von Heinrich von der Wyck und seiner Haushälterin Elisabeth Eusterbrock (Hs.Nr. 290), erbt das Haus Neuhaus.
  • 1604 Thomas Davensberg hat 3 Kühe und 3 Rinder.
  • 1610 Thomas Davensberg wird bestraft, „daß er Bruidtlacht intgegen. des Herrn Verbot gehalten hat“, d. h. weil er die Hochzeit seines Sohnes Ernst mit Anna Schletbrügge in übergebührlichem Maße veranstaltet hat.
  • 1610/20 Diese Besitzung wird durch den Kauf von Sprengers Haus (Hs.Nr. 24.1) vergrößert.
  • 1628 Davensberg, Ernst, Meister, Wundarzt, Handwerker, ab ca. 1610 Mitglied des Krameramtes, Mitglied der Kalandsbruderschaft.
  • 1640 Schletbrügge, Anna, die Witwe von Ernst Davensberg.
  • 1643 Berning, Bernhard, Gerichtsschreiber, ab 14.05.1634 Mitglied des Krameramtes, 1635 Ratsherr, ab 1641 Mitglied der Kalandsbruderschaft.
  • 1645 Otto de Wendt (Hs.Nr. 191.1) und Johann Veltmann (Hs.Nr. 369) als Vormünder der Kinder des verstorbenen Gerichtsschreibers Bernhard Berning spenden dem Provisor Johann Schwenger (Hs.Nr. 45) 18 rtl. zum Neubau des Heiliggeist-Gasthauses (Hs.Nr. 192.1),
  • 1652 Herbst, Der Bischof Franz Wilhelm verfügt mit Schreiben an den Rentmeister und Gografen Assuerus Eggert (Hs.Nr. 144) und Otto Cörber (Hs.Nr. 144), dass der Lusekamp in Batenhorst von Raban Elmerhaus von Haxthausen (1648 - 1684) in den Besitz der Äbtissin von Herzebrock übergeht. Bernhard Berning und Patrokel Gelhoet (Hs.Nr. 192.2, 285, 332, 383) fungieren als Zeugen „mit Darreichen von Torf, Topf und Gezweig, Tradieren des Kesselhaltens, Erlöschen und Wiederanzünden des Feuers, Niedersetzen auf den Stuhl, Eröffnen und Zutun der Haustüren auch anderer gebräuchlichen Solemnitäten“.
  • 1654, 18. Juli In einer Rechnung listet Christoph Craß (Hs.Nr. 87) auf, was er in der Zeit 1629 — 1649 an den Wundarzt Ernst Davensberg und nach dessen Tod an Bernhard Berning geliefert hat und was an Bezahlung noch aussteht.
  • Am 18.07.1654, nach Tod des Bernhard Berning am 11.07.1653, vermacht Christoph Craß die ausstehenden 13 rtl. dem Heiliggeist-Hospital (Hs.Nr. 192.1), die die Witwe Elisabeth Wilmans in jährlichen Zahlungen von 13 Schillingen abzutragen hat.
  • 1654 Ocke, Sixtus und seine Ehefrau Elisabeth Wilmans, die Witwe von Bernhard Berning.
  • 1662, 27. Oktober Wilmans, Elisabeth, die Witwe von Bernhard Berning.
  • 1665, 2. Oktober Elisabeth Wilmanns, die Witwe von Bernhard Berning, verkauft das kleine Haus Nr. 24.1 „Sprengers Haus“ an ihren südlichen Nachbarn, den Schlachter Jorgen Ohreim und seine Ehefrau Elisabeth Leiffers (Hs.Nr. 22.1, 24.1, 192.1, 294).
  • 1673 Krümpelmann, Jobst und seine erste Ehefrau Catharina Elisabeth Bernin.
  • 1676 Jobst Krümpelmann und seine Ehefrau Catharina Elisabeth Berning und Wilmans Elisabeth, die Witwe von Bernhard Berning, mit ihrer Tochter.
  • 1684 Jobst Krümpelmann und seine zweite Ehefrau Anna Margaretha Heising und die Tochter des Bernhard Berning (Anna Margaretha?).
  • 1697 Jobst Krümpelmann und seine Ehefrau Anna Margaretha Heising.
  • 1720, 14. Januar Agnes Schulte, die Witwe von Johann Goldkuhle (Hs.Nr. 83), verkauft Anton Linnemann einen Mannskirchenstand unter der Orgel in der Aegidienkirche.
  • 1724, 10. Februar Der 75jährige Jobst Krümpelmann und der 68jährige Stephan Gröne (Hs.Nr. 18) bezeugen, dass Heinrich Thumann, Sohn von Heinrich Thumann jun. und dessen Ehefrau Anna Christina Kersting (Hs.Nr. 16), als junger Geselle 1723 nach dem Tod seiner Eltern Wiedenbrück verlassen hat und über Amsterdam nach Ostindien gelangt ist.
  • 1728 Jobst Krümpelmann zahlt 1 ß. 29 d. für 3 1/2 Kämpe, 2 Gärten und 1/2 Wiese hinter der Welpentüte außerhalb der Stadtmauern.
  • 1729, 21. Januar Bernhard Heinrich Schmidt ist auf 4 Mark Brüchten bestraft worden, weil er den Johann Gerd Hilthorst (Hs.Nr. 234) in Ernst Krümpelmanns Haus (Hs.Nr. 40) derartig geschlagen hat, dass er „schier für todt liggen geblieben.
  • 1733, 29. August Schmidt, Bernhard Heinrich und seine Ehefrau Anna Margaretha Krümpelmann (Hs.Nr. 311) übernehmen den Besitz für 350 rtl. bei der Erbteilung des verstorbenen Jobst Krümpelmann.
  • 1760 Linnemann, Anton und seine Ehefrau Elisabeth Dake.
  • 1767, 12. März Franziska Margaretha Kothe, die Witwe von Peter Heising (Hs.Nr. 22), beklagt sich, dass Anton Linnemann die Gosse an seiner Mistgrube zugemacht hat. Das herabfallende Wasser Linnemanns, ihres sowie das des Wilhelm Krümpelmann (Hs.Nr. 20) könne nicht abfließen und der Weg sei unbrauchbar geworden.
  • 1772 Linnemann Hermann, Tagelöhner.
  • 1785, 6. Mai Der Kaufhändler Friedrich Hülsmann (Hs.Nr. 369, 369.1) verkauft an den Stadtmusiker Conrad Meyrahn (Hs.Nr. 26) einen Streifen seines Gartens, so dass er an Conrad Hellings Haus (Hs.Nr. 366) hergehen kann.
  • 1787 Hermann Linnemann
  • 1798 Lütkestruchtrup, Gerhard (am 13.03.1798 eingebürgert)
  • 1802 Bömker Gertrud, die Witwe von Gerhard Lütkestruchtrup (Struchtrup).
  • 1813, 12. August Krümpelmann Wilhelm, Bäcker und 1833/34 Gemeinderat.
  • 1816/17 Niehues, Johann Heinrich aus Langenberg.
  • 1839, 19. August, Druffel Johann Peter, Kaufmann.
  • Um 1840 Abbruch und Neubau.
  • 1846, 4. April Oebbeke Heinrich, Ökonom in Verl-Bornholte, Auktions-Kommissair (s. Hs.Nr. 230, 251).
  • 1850 Bartscher, Catharina Elisabeth, die Ehefrau von Franz Joseph Zumbusch aus Herzebrock (am 17.05.1851 mit Tochter Ida eingebürgert, oo 26.06.1827) wohnt als Mieterin in diesem Haus (s. Hs.Nr. 331).
    • Der Posthalter Franz Joseph Zumbusch ist durch die Eröffnung der Bahnlinie am 15.10.1847 verarmt und 1849 heimlich in die USA ausgewandert.
    • Sie haben 10 Kinder, u. a. Julius und Caspar Clemens Eduard (* 23.11.1830 in Herzebrock, + 26.09.1915 in Rimsting), ein bekannter Bildhauer, u. a. in Wien, der 1860 Antonia Vogl heiratete und 1887 in den Ritterstand erhoben wurde. Nach ihm wird in Herzebrock die Caspar Ritter von Zumbusch-Stiftung benannt, die jungen Künstlern zugute kommen soll.
    • Franz Joseph Zumbusch hält 1846 während der Blütezeit der Posthalterei 165 Pferde und beschäftigt 38 Postillione. Er hat in Erwartung auf die Köln- Mindener Eisenbahn an der Rhedaer Bahnhofstraße einen großen Bau errichten lassen.
  • 1860/78 In diesem Haus war die Schreibstube des achten Regiments der grünen Husaren.
  • 1862, 19. April Lejeune, David, Kleinhändler kauft das Haus für 1.050 rtl.
  • 1865, 1. Februar Lejeune Wilhelmine, Lehrerin zu Osnabrück, erwirbt als Meistbietende dieses Haus (s. Hs.Nr. 26).
  • 1871, 29. September David Lejeune, Gerichtsschreiber.
  • 1887 Adolf Runde (Hs.Nr. 26, 28, 30) setzt eine Kastanie vor dieses Haus, die noch heute steht.
  • 1892, 10. März David Lejeune, Kanzleigehilfe a. D. und seine Ehefrau Gertrud Schembecker.
  • 1894, 13. April ‚Jersch Elisabeth, die Witwe von Johann Hermann Josef Goldkuhle (s. Hs.Nr. 26).
  • 1894 Goldkuhle Georg, Maler (* 10.01.1849 in Herzebrock, + 19.04.1900 in Inselbad - Paderborn)
  • 1941 Klodt, Anton.
  • 1946 Schmalhorst, Antonie, die Witwe von Anton Klodt mit Kindern.
  • 1950 Schmersträter, Theodor und seine Ehefrau Antonie Schmalhorst, die Witwe von Anton Klodt.

Quelle : Stadt Rheda-Wiedenbrück, Archivarin Annette Roesler und Josef Temme

Karten

Preußisches Ur-Kataster Wiedenbrück 1822, Stadt Wiedenbrück Flur 1

Karte nach den Preußischen-Urkataster 1822, M. Erichreineke 2025

Karte TK 25 1837

Karte TK 25 1922

Karte TK 25 2001

Karte Google Maps 2025

Lange Straße 14 Google Maps

Dokumente

1940 Klodt, zu Lange Straße 14

Adressbücher Kreis Gütersloh

Schrägluftbild 1990er, Blickrichtung Südost

Hansa Luftbild AG, Luftbildpläne 1951-1970 RW 0230, Nr. 15314 2.6.1965

Wiedenbrücker Häuser, Band 1, Josef Temme

bearbeitet durch Annette Roesler, Stadtarchiv Rheda-Wiedenbrück 2009

siehe : Regional-Literatur zu Rheda-Wiedenbrück

Verweise

Auskünfte

Stadtarchiv Rheda Wiedenbrück

Heimatverein Wiedenbrück

Heimatverein Wiedenbrück

Ausführliche Informationen : Wiedenbrück Nr. 24 / Archiv

Auskünfte erhalten Sie unter:

                 info@westfalenhoefe.de
wiki/wiedenbrueck_stadt_024.txt · Zuletzt geändert: von michael

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