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Wiedenbrück Nr. 44
heute : Lange Straße 23, 33378 Rheda-Wiedenbrück
Schem
heute :
Fotos
Wiedenbrücker Bank 1960, Blickrichtung Südwest
Volksbank Wiedenbrück 1975, Blickrichtung West
Schrägluftbild Lange Straße 1980er, Blickrichtung Nordwest
Geschichte
- Hausdaten :
- 1. Bebauung : 1576 nachgewiesen
- vermutlich 2 Häuser, da zwei Familien nachgewiesen sind.
- 2. Bebauung : ?, 1968 Abbruch.
- 3. Bebauung: 1968/69 Neubau.
Besitzerfolge
- Auf dieser Hausfläche fanden ursprünglich zwei Besitzungen ihren Platz.
- 1576 Kersting, Daniel hat 4 Kühe, 3 Rinder, 1 Schwein.
- thom Brincke, Johann hat 4 Kühe, 2 Rinder.
- 1584 ?, Anna, die Witwe von Johann thom Brincke.
- 1598/99 Bitter, Caspar (Jasper), um 1594 Mitglied des Krameramtes (1594 eingebürgert)
- 1603, 28. September Jasper Bitter verkauft den Provisoren des Heiliggeist-Gasthauses (Hs.Nr. 192.1) eine Rente von 1/2 rtl. für 10 rtl.
- 1604 Caspar Bitter hat 2 Kühe.
- Heinrich Daniel hat 4 Kühe, 2 Schweine.
- 1618 Hermann Hölscher, Osnabrücker Lohnherr und Bürger, wird mit dem Krümpelmannschen Lehen belehnt. Da er aber Bürger in Osnabrück war, übertrug er es 1617 laut Vermerk vom 25.03.1651 bzw. 20.09.1652 seiner Halbschwester Catharina und ihrem Ehemann Johann Gröne.
- 1622, 22. Januar
- Eine Besitzung gehört: thom Brincke Paul, der es an seine Vettern vererbt Strohschneider, Peter und dessen Ehefrau (s. Hs.Nr. 329, 350.1).
- und Winckelmann Cordt und dessen Ehefrau (s. Hs.Nr. 74). Diese verkaufen am selben Tag einige Zimmer „die Vurkammern“ an den Pastor zum Stromberg.
- 1625 Kersting oder Daniel Clemens (Mentzo, Menso), Bäcker und seine erste Ehefrau.
- 1628 Clemens Kersting, Handwerker.
- 1637/60 Ratsherr Clemens Kersting spendet 50 rtl. zur Besoldung der Lehrer und Unterhaltung des Schulgebäudes der höheren Knabenschule.
- 1649 Clemens (Mentzo, Menso) Kersting oder Daniel, Bäcker und Ratsherr.
- 1656 Clemens Kersting und seine zweite Ehefrau.
- 1667 Clemens Kersting und sein Sohn Kersting Heinrich, 1683 Senator und seine Ehefrau.
- 1670 Heinrich Kersting (Hauptfeuerstätte) und Clemens Kersting (Nebenfeuerstätte).
- 1681/99 Heinrich Kersting.
- 1705 Schulte, Elisabeth, die Witwe von Heinrich Kersting.
- 1713 Heinrich Kersting, dessen Erben, später Kersting Johann und seine Ehefrau (s. Hs.Nr. 152, 166).
- 1715 Heinrich Kersting, dessen Erben Johann Kersting und Joesmann.
- 1720/24 Heinrich Kersting, dessen Haus wohl unbewohnt.
- 1728/31 Kersting, Johann Berndt (ad interim = vorläufig).
- Er zahlt für einen Garten außerhalb der Stadtmauern 3 d.
- 1732, 29. Januar Caspar Kamen (Hs.Nr. 110) klagt, dass ihm im Apostelregister aus Heinrich Kerstings Haus noch 1 1/2 rtl. zustehen.
- 1736/50 Haus unbewohnt, es wird um 1750 von Gerhard Heinrich Tecklenborg erworben.
- 1748, 24. Februar Der Sekretär Caspar Joseph Böemken (Hs.Nr. 256, 264, 266) klagt, dass, als Anna Margarethe Dönnewald, jetzt die Ehefrau von Stephan Krümpelmann (Hs.Nr. 16, 73), bei ihm zu Hause war, ihr Sohn Otto (Hs.Nr. 27, 349) ihn „gantz wütherich“ beschimpft und bedroht habe.
- 1755 Tecklenborg, Gerhard Heinrich, Kaufmann, 1742, 1745, 1765, 1767 und 1768, 1771 Bürgermeister, Mitglied der Brauergilde, Mitglied der Kalandsbruderschaft und seine Ehefrau.
- deren Nebenhaus (s. Hs.Nr. 46, 85.4, 288).
- 1766 Gerhard Heinrich Tecklenborg, Kaufmann, Bürgermeister.
- 1772 Kalthoff, Maria Anna Elisabeth, die Witwe von Gerhard Heinrich Tecklenborg (s. Hs.Nr. 46, 85.4, 288).
- 1774, 23. Juni Maria Bernardina Mumprow, die Witwe von Friedrich Hermann Kothe (Hs.Nr. 255, 257), erklärt, dass ihr verstorbener Ehemann sich vom Lohnherrn Johann Heinrich Schröder (Hs.Nr. 123, 150, 253, 253.1, 253.2, 253.3) 142 rtl. zur Reparatur des Hauses geliehen habe. Diese Anleihe sei zum Teil bezahlt. Am 01.07.1774 erklärt sie, dass sie sich 1766 auch von Bürgermeister Gerhard Heinrich Tecklenborg 130 rtl. geliehen haben.
- 1808 Tecklenborg, Johann Bernard Ignatius, Kaufmann, 1789 Ratsherr, ab 1787 Mitglied der Kalandsbruderschaft und seine Ehefrau(s. Hs.Nr. 46, 85.4).
- Ignatius Tecklenborg hat 1832 eine Ellenwarenhandlung, einen Weinhandel und eine Weinschänke.
- 1813 Schem, Johann Friedrich, Essigbrauer und seine erste Ehefrau kaufen das Haus nach Urkunde vom 28.03.1821 für 450 rtl. (s. Hs.Nr. 42, 147, 223, 224).
- Friedrich Schem hat 1832 und 1833/34 eine Essigbrauerei und einen Holzhandel, Seine Essigbrauerei befindet sich in Hs.Nr. 42.
- 1816/17 Johann Friedrich Schem und seine Ehefrau Maria Elisabeth Josefa Tecklenborg.
- 1818, 22. Dezember Im Bericht des Bürgermeisters Theodor Joseph Schröder (Hs.Nr. 147, 148, 150) über vorhandene Fabriken und Manufakturen im Verwaltungsbezirk Wiedenbrück wird Johann Friedrich Schem mit einer Essigbrauerei für Bieressig erwähnt.
- 1825, 2. Mai Johann Friedrich Schem, Essigbrauer und seine zweite Ehefrau (am 15.11.1825 aus Herzebrock eingebürgert).
- Sie haben die Kinder Jakob Balthasar Alexander Schem (* 16.03.1826, + 21.05.1881 in Hoboken bei New York, USA), 1851 nach Amerika ausgewandert, ein berühmter Schriftsteller, Publizist, Anwalt und Herausgeber von Lexika, Peter und Carl (s. u.).
- 1863, 5. Juni Schem, Carl, Kaufmann (1829 — 1900) (s. Hs.Nr. 42, 147, 244). Er war 1848 mit seinem Bruder Peter einer der so genannten Wiedenbrücker Bürgersöhne.
- 1894, 10. April Rinsch, Heinrich, Kaufmann (s. Hs.Nr. 42, 85.3).
- 1913 Kramer, Theresia, die Witwe des Bahnbeamten Josef Hansjürgens.
- 1929 Volksbank Gütersloh GmbH.
- 1968/70 Neubau eines Bankgebäudes nach Plänen des Architekten Josef Wegener.
- 1984 75-jähriges Jubiläum der Volksbank, gegründet als Wiedenbrücker Bank.
- 1996, 31. Mai Schließung der Geschäftsstelle der Volksbank Gütersloh an dieser Stelle.
Quelle : Stadt Rheda-Wiedenbrück, Archivarin Annette Roesler und Josef Temme
Karten
Preußisches Ur-Kataster Wiedenbrück 1822, Stadt Wiedenbrück Flur 1
Karte nach den Preußischen-Urkataster 1822, M. Erichreineke 2025
Karte TK 25 1837
Karte TK 25 1922
Karte TK 25 2001
Karte Google Maps 2025
Dokumente
Schrägluftbild 2020er, Blickrichtung Nordost
Hansa Luftbild AG, Luftbildpläne 1951-1970 RW 0230, Nr. 15314 2.6.1965
Wiedenbrücker Häuser, Band 1, Josef Temme
bearbeitet durch Annette Roesler, Stadtarchiv Rheda-Wiedenbrück 2009
Verweise
TK25 Karten : 4115 Rheda Wiedenbrück
Auskünfte
Stadtarchiv Rheda Wiedenbrück
Heimatverein Wiedenbrück
Ausführliche Informationen : Wiedenbrück Nr. 44 / Archiv
Auskünfte erhalten Sie unter:
info@westfalenhoefe.de
















