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Wiedenbrück Nr. 58
früher : Lange Straße 37
heute : Konrad-Adenauer Platz, 33378 Rheda-Wiedenbrück
Althoff
heute : Konrad-Adenauer-Platz
Fotos
Wohn- und Geschäftshaus um 1975, Blickrichtung Südwest
und der freie Platz nach dem Abriss 1976, Blickrichtung West
Konrad-Adenauer-Platz um 2010, Blickrichtung Ost
und 2022 mit der neuen Emstreppe, Blickrichtung Ost
Geschichte
- Hausstatus :
- Brenn-, Brau-, Vichhaus, Scheune,
- Hausdaten :
- 1. Bebauung: 1559 nachgewiesen, 1837 Abbruch.
- 2. Bebauung: 1840 als Brenn-, Brau- und Viehhaus, 1887 Abbruch.
- 3. Bebauung: 1887, 1976 Abbruch.
- jetzt: Konrad-Adenauer-Platz.
Besitzerfolge
- Wie bei den Häusern Hs.Nr. 53.1, 56, 58.1 und 60 ist die Zuordnung der Hauseigentümer bzw. -bewohner für das 17. Jahrhundert schwierig, weil die Steuer- und Pachtregister sich oft widersprechen.
- 1559 Hövelmann, Kerstien (Christian) (1549 mit seiner Ehefrau Leneke eingebürgert) (s. Hs.Nr. 58.1).
- Seine zweite Ehefrau wird 1560 eingebürgert.
- 1575 Kemper (Kimper), Hermann (s. Hs.Nr. 325).
- 1591 Peckevering, Hermann.
- Sein Bruder Heinrich wohnt in Hs.Nr. 56.
- 1604 Hermann Peckevering hat 3 Kühe, 3 Schweine.
- 1613 Hermann Peckevering, dessen Haus.
- 1614 Aus diesem Jahr stammt das Schüttungsbuch der Wiedenbrücker Schützen.
- 1618/40 Hellweg Johann (1600 eingebürgert) aus Peckeverings Haus (s. Hs.Nr. 232).
- 1637/60 Arndt Dotte spendet 5 rtl. zur Unterhaltung des Schulgebäudes und Besoldung der Lehrer der höheren Knabenschule.
- 1643 Dotte Arndt, Schneider und seine Ehefrau.
- 1647, 30. Juni Bei der Belagerung durch die schwedischen Truppen unter General Königsmarck wird dem Arndt Dotte „mit einem Stein der Arm entzwey geworfen“.
- 1649 Arndt Dotte, Schneider und seine Ehefrau.
- 1662 Uhrmeister Catharina, die Witwe von Arndt Dotte.
- 1665 Hölscher Johann, Bäcker, 1688 Brotschauer und seine Ehefrau.
- 1667 Johann Hölscher, Bäcker und seine Ehefrau, dessen Erben.
- 1670 Johann Hölscher genannt Morfeld.
- 1676 Johann Hölscher, Bäcker und seine Ehefrau.
- 1683/90 Johann Hölscher genannt Morfeld.
- 1694 Johann Morfeld verstorben, Haus „quia vacat“ (steht leer).
- 1696, 9. März Das Haus ist mit 1/2 Worthuhn belastet. Es wird am 04.10.1695 seit einigen Jahren von Bernd Middendorf (Hs.Nr. 66, 66.1, 290, 296) und Lohnherr Bernard Schwenger (Hs.Nr. 299, 347, 381) u. a. zum Korndreschen genutzt. Conrad Uhrmeister ersteigert das Haus für 225 rtl., der Kauf wird aber nicht rechtskräftig.
- 1697 Dotte, Beatrix, die Witwe von Johann Morfeld „quia vacavit‘“ (Haus steht leer).
- 1699/1713 Hölscher Heinrich, Bäcker, 1734 Gildemeister des Bäckeramtes und seine Ehefrau (s. Hs.Nr. 245).
- 1723, 24. Juli Heinrich Hölscher klagt gegen seinen Nachbarn Heinrich Uhrmeister (Hs.Nr. 56), dass das Mistkuhlenwasser Hölschers, das am Traufenfall Uhrmeisters entlang fließt, von Uhrmeister an seinem Lauf in die Ems gehindert werden würde, Es solle in Augenschein genommen werden.
- 1728 Heinrich Hölscher zahlt 32 1/2 d. für 2 1/2 Kämpe, 2 Gärten, 1 Wiese hinter der Kapelle, 1/2 Wiese im Eidhagen außerhalb der Stadtmauern.
- 1734, 7. Dezember Die Bäckeramtsgildemeister Stephan Krümpelmann (Hs.Nr. 16) und Heinrich Hölscher setzen die Wroge fest.
- 1740/49 Heinrich Hölscher, Bäcker mit Sohn.
- 1743, 14. Mai Johann Everhard Gröne (Hs.Nr. 54) beklagt sich, dass die Gildemeister des Bäckeramtes Heinrich Hölscher und Johann Caspar Mürmann (Hs.Nr. 132, 197.1, 253.2, 261, 263, 265) zuließen, dass Constanz Heithörster (Hs.Nr. 53) ihm vorgezogen wurde.
- 1752, 4. Februar Anna Margaretha Rüschoff, die Witwe von Otto Krümpelmann (Hs.Nr. 21), klagt, dass sie als nächste Anverwandte von Franz Hermann Schneider nach dessen Tod das Erbe antreten dürfe, Maria Clara Kemper, die Ehefrau von Goldschmied Johann Conrad Schröder, habe jedoch die Erbschaft an sich gerissen.
- 1755 Schröder Johann Conrad, Goldschmied und seine erste Ehefrau.
- 1755, 15. Mai Peter Georg Schürmann und seine Ehefrau (Hs.Nr. 139) schließen einen Vergleich mit dem Goldschmied Johann Conrad Schröder und dessen Ehefrau, nach dem Schröder das Schürmannsche Haus und Grundstück zwischen Spiekermann (Hs.Nr. 137) und Sandfort (Hs.Nr. 141) überschrieben wird.
- 1755/64 Licht Joseph Guidobald, Bildhauer und seine Ehefrau Catharina Koch (* in Fulda) (s. Hs.Nr. 246).
- Er wird am 27.11.1742 vom Wachdienst befreit, weil er sich in Wiedenbrück nur aufhält und keine Bürgernahrung bezahlt.
- Er geht 1762 aus Wiedenbrück fort, 1764 auch seine Familie, wohin ist unbekannt.
- 1760 Johann Conrad Schröder, Goldschmied und seine zweite Ehefrau (am 03.10.1760 eingebürgert).
- 1763, 12. Juli Leutnant von Conradi (Hs.Nr. 41) hat am Pfingstabend mit der Flinte geschossen und dabei fast die auf der Gasse stehenden Conrad Schröder und Caspar Balcke (Hs.Nr. 52, 214.2, 356) getroffen.
- 1764, 3. Februar In Conrad Schröders Haus befinden sich Holz, Werkzeug und Holzarbeiten von Joseph Guidobald Licht, welche von Conrad Büscher geschätzt und z. T, verkauft wurden.
- um 1766 Das Haus Hs.Nr. 58.1 kommt zu dieser Besitzung hinzu.
- 1772 Schiermeyer Louisa Elisabeth, die Witwe von Johann Conrad Schröder, mit 4 Töchtern.
- 1777 Boye Christoph, Kupferschmied, 1772 bis etwa 1786 Mitglied des Schmiedeamtes und seine erste Ehefrau.
- 1781 Christoph Boye, Kupferschmied und seine zweite Ehefrau (am 14.09.1781 eingebürgert).
- 1786 Althoff Heinrich, Bürger und Tagelöhner (am 20.12.1786 aus Neuenkirchen eingebürger) und seine Ehefrau (s. Hs.Nr. 9).
- 1816/17 Hermann (Heinrich) Althoff, Tagelöhner und seine Ehefrau (am 01.12.1801 aus Wallenhorst eingebürgert)
- 1820, 15. Februar Steinberg Joseph, Handelsmann, kauft das Haus für 440 rtl.
- 1822, 23. November Trostheide Bernhard, Gerichtsbote, kauft das Haus für 410 rtl.
- 1823, 12. September Druffel Franz, Tagelöhner, kauft das Haus für 465 rtl.
- 1827, 5. Oktober Schröder Elisabeth, die Witwe von Franz Druffel und deren Kinder.
- 1831, 6. Mai / 1832, 15. Februar Sinne Johannes, Bäcker und Wirtschafter und seine Ehefrau (beide am 01.08.1822 aus Neuenkirchen eingebürgert) (s. Hs.Nr. 59, 387).
- 1837, Mai Der Kramer Johannes Sinne kauft von Elisabeth Schröder, der Witwe von Franz Druffel, das Haus, um es abzubrechen und ein Brenn-, Brau- und Viehhaus bzw. eine Scheune zu errichten.
- 1850, 10. Mai Sinne Hermann, Wirt, dessen Scheune (s. Hs.Nr. 59, 332, 387, 388).
- 1860/78 Zur Husarenzeit diente das Haus des Hermann Sinne als erster Stall bzw. kleine Kaserne.
- um 1885 Steinhoff Franz, Dr. med. (s. Hs.Nr. 58.2).
- 1887 Abbruch und Neubau.
- 1930 Stiens Franz, Dr. med. und seine Ehefrau Maria Möller.
- 1940 Jasper jun. Josef, Dr. Arzt
- 1963 Göesmann Werner, Landwirt und seine Ehefrau aus Haus (Gut) Berl zwischen Wolbeck (OT Münster) und Albersloh.
- 1974 Stadt Wiedenbrück.
- 1976 Abbruch des Hauses.
- 1983 Enthüllung der von. Hubert Hartmann erstellten Plastik „sitzender Gitarrenspieler“ auf dem Konrad-Adenauer-Platz.
Quelle : Stadt Rheda-Wiedenbrück, Archivarin Annette Roesler und Josef Temme
Karten
Preußisches Ur-Kataster Wiedenbrück 1822, Stadt Wiedenbrück Flur 1
Karte nach den Preußischen-Urkataster 1822, M. Erichreineke 2025
Karte TK 25 1837
Karte TK 25 1922
Karte TK 25 2001
Karte Google Maps 2025
Dokumente
1940 Jasper, Lange Straße 37
Schrägluftbild 2020er, Blickrichtung Nordost
Hansa Luftbild AG, Luftbildpläne 1951-1970 RW 0230, Nr. 15314 2.6.1965
Wiedenbrücker Häuser, Band 1, Josef Temme
bearbeitet durch Annette Roesler, Stadtarchiv Rheda-Wiedenbrück 2009
Verweise
Auskünfte
Stadtarchiv Rheda Wiedenbrück
Heimatverein Wiedenbrück
Ausführliche Informationen : Wiedenbrück Nr. 58 / Archiv
Auskünfte erhalten Sie unter:
info@westfalenhoefe.de

















