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Wiedenbrück Nr. 63
heute : Kirchplatz 1, 33378 Rheda-Wiedenbrück
Beckel
heute :
Fotos
Kirchplatz 1 um 1900, Blickrichtung Nordwest
und um 1940
Geschäftshaus um 2020, Blickrichtung Nordwest
www.wikipedia.de / Kirchplatz 1
Gebäude 1965, Blickrichtung Nordost
und um 2015 Blickrichtung Südost
Geschichte
- Zeitgenössische Bezeichnung :
- Wippermannhaus am Kirchhof, Haus Lattrich und auch Haus Espeter.
- Hausdaten :
- 1. Bebauung: 1528 nachgewiesen, vor 1560 Abbruch.
- 2. Bebauung: 1560, 1610 Erkeranbau
- 1955 Neuaufbau der Giebelwand an der Langen Straße
- 1958 Instandsetzung der südlichen Traufwand.
- Hausmarke / Inschrift :
- Fensterbalken :
- obere Reihe :
- links :
- HAS AEDES PROTEGAS SVM(M)I FABRICATOR OLY(M)PI
- = (Herr schütze dieses Gebäude und den Erbauer des Olymp)
- rechts :
- AQI TVA(M) LAVDE(M) MAGNVM SIMVL VRBIS HONOREM
- = (Ich preise dich mit großem Lob und großer Ehre)
- untere Reihe :
- links :
- TEMPESTAS NE VEL IGNIS EDAX NOCEANT NA(M)Q(VE)
- = (damit der Sturm und das sprühende Feuer ihm nicht schade)
- rechts :
- WIPPERMA(N) STRVXIT CHRISTIAN HANCCE DOMVM
- = („Wipperma(nn)“ erbaute „Christian“ dieses Haus)
- Vorbaubalken :
- AN(N)O 1610
Heft Flaßkamp :
- Kirchplatz 1 (um 1570/1610) :
- Fensterbalken:
- Has aedes protegas, summi fabricator Olympi, tempestas ne vel ignis edax noceant; atque tuam in laudem, magnum Christian
- u. a. hancce simul domum
- eingebürgert: Christian Wippermans Frouwe Margreta Linnemans.
2) Vorbaubalken: Anno 1610
☛ [Heftreihe F. Flaskamp, Nr. 18 1935 "Hausinschriften, Hausmarken und Wappen der Stadt Wiedenbrück"]
Besitzerfolge
- 1528 Wippermann Christian sen., 1550 und 1562 Bürgermeister, Mitglied der Kalandsbruderschaft (zwischen 1505 und 1520 aus Lemgo eingebürgert, + 1562)
- und seine Ehefrau Anna Hunckemann genannt Volmari.
- Ihre leiblichen Nachkommen durften Nutznießer der 25.02.1605 in Köln gegründeten Konrad Wippermannschen Studienstiftung werden.
- Sein Vater ist Hermann Wippermann, Bürgermeister ın Lemgo.
- Sein Bruder Ernst ist ebenfalls Bürgermeister in Lemgo.
- Ihre Eltern sind Otto Volmari und dessen Ehefrau Lutgardis Wrede in Hs.Nr. 264.1.
- Sie hat die Geschwister Heinrich sen. (1526 — 1569), Dekan, Franz, Aegidius und Margarethe, die 1520 Cord Pagendarm heiratete.
- Sie haben den Sohn Konrad (* um 1527, + 03.01.1605 in Köln), Stiftsvikar, Stiftsdechant in St. Severin in Köln, der Gründer einer Studienstiftung für Blutsverwandte aus Wiedenbrück, die aus seinem Nachlass finanziert wurde und zu der ein Epitaph in Köln existiert.
- Sie haben außerdem die Kinder Hermann (+ 08.08.1616), Kanoniker und Stiftsdechant, den Notar an der römischen Rota Otto (+ 25.11.1576), Christian jun. (s. u.), Agnes, die Johann Hartkamp in Hs.Nr. 68, 167 heiratet, die Benediktinerin in Herzebrock Anastasia (+ vor 29.09.1576) und Margaretha (+ 13.09.1580 an der Pest), die Hermann Johann Schletbrügge und um 1569 Johann Zurstraßen (* 1540, 1569 aus Warendorf eingebürgert, + 12.08.1598 Pest) in Hs.Nr. 148, 383 heiratet.
- 1557, November Im Streit um die Stadtrechte von Lemgo wird Bürgermeister Christian Wippermann sen. befragt. Er sagt aus, dass Lemgo eine Stadt des Grafen zur Lippe und mit Rechten und Pflichten der Landsässigkeit ausgestattet ist und das Reich keine Ansprüche habe.
- um 1560 Das neue Wippermann-Haus wird erbaut.
- 1565 „Die Wippermannsche“, wohl Anna Hunckemann genannt Volmari, die Witwe von Christian Wippermann sen.
- 1576 Wippermann, Christian jun., 1583 Bürgermeister, ab 1583 Mitglied der Kalandsbruderschaft
- und seine erste Ehefrau Margareta Sinnemann (1568 aus Lippstadt eingebürgert, oo 1568) (s. Hs.Nr. 381.1).
- Christian Wippermann jun. hat die am 25.02.1605 in Köln gegründete Konrad Wippermannsche Studienstiftung genutzt.
- Sie haben die Kinder Conrad jun. (+ 1606), Stiftsvikar, Christoph sen. (* um 1570, 1596 eingebürgert, + 29.05.1658), der mit seiner Ehefrau Agnes Rose (+ vor 1628) in Hs.Nr. 89, 92, 308 wohnt und Margaretha, die am 22.03.1599 nach Warendorf eingebürgert wird und dort Johannes Ostendorf und Heinrich Sterneberg heiratet.
- 1595 Christian Wippermann jun. (+ 1597), Wein- und Gewürzhändler in Wiedenbrück, 1569-1582 Ratsherr, 1580-1595 Kornherr, 1594-95 Lohnherr, vermutlich auch Bürgermeister,
- und seine zweite Ehefrau Anna Kreutzkamp (oo 1570, 1571 aus Lippstadt eingebürgert, + 1630) (s. Hs.Nr. 381.1).
- Sie haben die Kinder Johannes, der 1597 in Köln immatrikuliert und später Stiftsherr ist, Simon (* 23.08.1582, + 25.04.1629 in Osnabrück), der der Jesuit Pater Simon Wippermann wird, Agnes (* um 1576, + um 1625), die um 1599 den Stadtsekretär Jodokus Osthaus (1599 eingebürgert, + um 1629) in Hs.Nr. 66 heiratet, Margareta (* um 1577, + 1632), die um 1600 Otto Graflage und um 1610 Gerhard Wördemann in Hs.Nr. 146 heiratet, Anna (s. u.), Beatrix, die Alhard Brand in Geseke heiratet, Anna Kreutzkamp heiratet 1608 den Neubürger Rudolf Schlöer (1608 aus Glandorf eingebürgert) in Hs.Nr. 381.1.
- und Conrad, 1591 immatrikuliert in Rostock, der vor 1605 Beatrix Nagel (* 1580, + 27.11.1632, begraben in der Marienkirche) in Hs.Nr. 136, 260 heiratet, von dem 1939 nach Abbruch der Werkstatt in Hs.Nr. 260 ein Herdstein mit seinem Wappen von 1605 gefunden wird, der 1988 in der Diele des Hauses Hs.Nr. 124 eingebaut wird.
- (stammt „aus 2. Ehe“ des Vaters, immatrikuliert Rostock 1591, Dr.jur., vor 1603 Jctus in Wiedenbrück dann Jctus der Ritterschaft in den Fürstentümern Osnabrück und Paderborner bald danach Syndicus in Hildesheim (wohl bis 1609). Um 1609 bis 1621 Kanzler des Dietrich von Fürstenberg (seit 1585 Bischof von Paderborn, blieb im Amt beim Nachfolger Ferdinand von Bayern bis zur Einnahme Paderborns durch Hz. Christian von Braunschweig 1621). Freund der Jesuiten, Förderer der Rekatholisierung, 1621 gefangen genommen, 1622 entlassen 1628-1632 zweite Amtszeit als Kanzler in Paderborn. 1622-1627 auch Bischöflich Hildesheimer Rat und Syndicus, bittet 1627 um Entlassung. „Hoch gewachsen und hager; ein Mann von nicht geringer Fähigkeit und Ehrgeiz, aber in viele Stadt- und Familienhändel tiefverstrickt“, kaufte er 1612 den Hünefeld'schen Burgmannshof zu Reckenberg von seinem Vetter Johann Pagendarm (Sohn des Johann Pagendarm, Bürgermeister zu Wiedenbrück). Lehnte 1614 das Bürgerrecht in Paderborn für sich ab, nimmt es aber „für zukünftige Kinder“ an. Ging dann 1627 nach Wiedenbrück zurück, wo er den väterlichen Hausbesitz übernahm. 1628 offizielle Belehnung mit dem Burgmannssitz Reckenberg (geht 1632 in den Besitz zweier Töchter über).
- 1610 Erkervorbau in Richtung Kirchturm.
- 1628 Wippermann Anna, die Witwe von Bernhard Wördemann (1628 aus Rietberg wieder eingebürgert)
- mit ihren Töchtern Christine und Elisabeth und der Halbmagd Agnes.
- Die Tochter Christine (begra. 07.05.1663) heiratet 1628 den Vikar der Kreuzvikarie Georg Pagendarm (* um 1599, begra. 13.01.1670) und zieht in dessen Haus Hs.Nr. 30.
- Die Tochter Elisabeth heiratet den Soldaten Johann Franz Bulleren (am 02.06.1651 mit Sohn Johannes Conrad eingebürgert, + 30.01.1668) in Hs.Nr. 375.
- 1633, 14. Januar Dr. jur. Christoph Osthaus, der Sohn von Jodokus Osthaus und Agnes Wippermann (Hs.Nr. 66), setzt seine Stiefmutter Agnes Glandorf als Alleinerbin ein.
- Dagegen protestieren die Geschwister Hermann, Margaretha und Anna Graflage, die Kinder von Otto Graflage und Margaretha Wippermann, der Schwester von Agnes Wippermann und es entsteht ein längerer Streit, der erst im November geschlichtet wird.
- um 1637 Es liegt die Vermutung nahe, dass das alte Gymnasium an dieser Stelle gestanden haben könnted.
- 1649/57 Witbusch, Caspar, Hutmacher (1645 aus Buer eingebürgert)
- und seine Ehefrau Ursula(s. Hs.Nr. 78).
- Am 16.10.164637 wird ein Kind beerdigt.
- 1652, 8. Juli Johann Hölscher genannt Morfeld, Sohn von Johann Hölscher genannt Morfeld und Elisabeth Hachtmeister genannt Schmülling, hat um 1630, als er als Lehrling bei Meister Steinbieker in Beckum tätig war, vonMeister Uphoff in Warendorf Baumseide für 5 1/2 rtl. holen müssen, Heinrich Kramer aus Warendorf verlangt von der Witwe des Johann Hölscher genannt Morfeld, die Bezahlung dieser Baumseide. Diese erwidert, dass sie von ihrem verstorbenen Ehemann nichts geerbt hätte und er sich an dessen Mutter, Elisabeth Schmülling, die „alte Morfeldsche“ wenden solle.
- 1658/60 Hachtmeister genannt Schmülling Elisabeth, die Witwe von Johann Hölscher genannt Morfeld (s. Hs.Nr. 52, 63, 251)
- und ihr Sohn aus erster Ehe Kreutzkamp Christoph, 1660 und 1682 Bürgermeister, ab 18.06.1656 Mitglied des Krameramtes. 1670/71 stellvertretender Gildemeister und 1671/72, 1673/74 und 1675/76 Gildemeister des Krameramtes (* 25.03.1631, + 21.07.1685) (s. Hs.Nr. 51, 60, 251).
- Elisabeth Hachtmeister genannt Schmülling (+ 02.04.1677), heiratete um 1627 Conrad Kreutzkamp (* 1634) und um 1635 Johann Hölscher genannt Morfeld (+ 27.05.1648) und hat die Kinder Jobst (* 11.02.1655), der eine Elisabeth ? heiratet und Andreas, der vielleicht 1661 Kramerlehrling in Lippstadt und am 01.03.1695 in Amsterdam war.
- Ihre Eltern sind Meinhard Schmülling und Pasa Hachtmeister.
- Christoph Kreutzkamp heiratet am 07.09.1660 Anna Maria Biermann (* 1640, + 10.03.1682), Tochter des Brauers und Kaufmanns Heinrich Biermann und dessen zweiter Ehefrau Catharina Druffel aus Hs.Nr. 50, 51, 54
- und hat den Sohn Andreas Johannes, 1702 Notar, 1706 Stadtrichter und Worthalter (* 07.08.1672, + 31.10.1716), der mit seiner Ehefrau Anna Margaretha Uhrmeister (* 06.02.1678, oo 04.07.1697, + 04.01.1731) in Hs.Nr. 55, 272, 273, 290 wohnt.
- Am 29.04.1684 heiratet er Anna Barbara Basers (+ 26.01.1690)
- und hat den Sohn Conrad (* 1685, + 04.12.1753), der am 17.07.1704 Anna Catharina Uhrmeister (+ 11.11.1744) und am 02.05.174952 Maria Agnes Suer, die Witwe von Otto Wulff in Hs.Nr. 51, 134, 135.1, 141, 178 heiratet.
- Er hat den Bruder Conrad (* 12.11.1628, + 03.12.1678), der am 20.10.1652 Anna Volmari und am 19.06.1657 Margareta Bokel in Hs.Nr. 250, 251 heiratet.
- (Ein Christoph Kreutzkamp war 1682 Metzgerlehrling bei Heinrich Gallenkamp in Lippstadt.)
- 1661/77 Hachtmeister genannt Schmülling Elisabeth, die Witwe von Johann Hölscher genannt Morfeld (+ 02.04.1677 als Elisabeth Schmülling genannt „die Kreutzkampesche“, die Witwe Johann Morfeldts).
- 1662 Der Bauer Adolf Kleine-Aschoff hat bei Christian Wippermann Leinen färben lassen. Es kommt zu einem Streit, weil er mit unzulässigen Wittgensteiner Münzen bezahlt hat.
- 1670, Frühjahr Der verarmte Rittmeister Ludwig Wippermann (Hs.Nr. 381.1), jüngster Sohn des Rietberger Drosten Johannes Wippermann und Enkel von Conrad Wippermann, klagt gegen den Rechtsanwalt Dr. jur. Bernhard Forckenbeck und dessen Ehefrau Mechthild Elisabeth Meinders, Tochter von Johannes Meinders und Clara Wippermann und Enkelin von Conrad Wippermann (Hs.Nr. 260), wegen eines Absplisses des immobilen Nachlasses des Paderborner Kanzlers Conrad Wippermann und dessen Ehefrau Beatrix Nagel. Es geht um den Zugang zum Lehnsgut, die Vielenbergstraße, die Forckenbeck mit einem Schlagbaum gesperrt hat und auch behält.
- 1677/97 Das Wippermannhaus ist überwiegend unbewohnt.
- 1698/99 Uhrmeister Johann Christoph
- und seine Ehefrau Anna Margaretha Hellweg genannt Nordhoff oo 16.10.1696) (s. Hs.Nr. 74, 134, 295).
- Die Tochter Maria Elisabeth erhält am 01.11.1742 in Warendorf einen Geburtsbrief und bürgert am 11.12.1742 in Warendorf ein. Sie ist mit Christian Zernitz verheiratet.
- 1700/20 Wallmeister Heinrich, ab 24.06.1693 Mitglied des Krameramtes (z 06.11.1667)
- und seine Ehefrau Margareta Potthoff (am 29.01.1691 als Christina eingebürgert, oo 12.11.1690) (s. Hs.Nr. 61).
- Seine Eltern sind Cordt Wallmeister (+ 03.10.1669) und dessen Ehefrau Maria Koch (oo 23.11.1664, beide am 16.12.1664, sie aus Oelde eingebürgert) in Hs.Nr. 156, 334.
- Sie haben die Tochter Maria.
- 1724 Potthoff Margareta, die Witwe von Heinrich Wallmeister, Branntweinverkäuferin (+ 18.02.1728).
- 1725, 15. Juni Die Schulmeisterin Jungfer Maria Gertrud Emsmann (Hs.Nr. 65) klagt gegen ihre Nachbarin Margareta Potthoff, die Witwe von Heinrich Wallmeister wegen eines unzulässig angelegten Stanketts.
- 1728 Heinrich Wallmeister, dessen Erben.
- Sie haben keine Ländereien außerhalb der Stadtmauern.
- 1729 Das Haus ist bewohnt von Boßon Johann Franz Ludwig, 1732 Amtsknecht im Krameramt (am 15.06.1728 aus Halberstadt eingebürgert) und seiner Ehefrau Maria Elisabeth Wallmeister (oo 08.06.1728) (s. Hs.Nr. 65).
- Franz Boßon zahlt 1731 Kramer- und Branntwein- Accise.
- 1732 In seinem Testament vermacht Bürgermeister Johann Conrad Druffel seiner Tochter Maria Elisabeth, der späteren Ehefrau von Johann Ferdinand Diekmann, einen Teil des Leinens, mehrere Kämpe, Getreide und 20 rtl. aus seinem Haus. Heinrich erhält das Haus Hs.Nr. 53, Anna Elisabeth 2 Kämpe und die andere Hälfte des Leinens.
- 1734, 21. Jumi Diekmann Johann Ferdinand (am 25.10.1732 aus Rietberg eingebürgert) und seine Ehefrau Maria Elisabeth Druffel (* 14.12.1700, oo 19.05.1733) erhalten bei der Versteigerung für 375 rtl. den Zuschlag.
- Er verlangt am 31.07.1734, dass die Familie Boßon das Haus sofort räumt. Er hat am 09.08.1734 den Kaufpreis gezahlt.
- Ihre Eltern sind Kaufmann Johann Conrad Druffel (* 16.11.1660, + 21.06.1734) und dessen Ehefrau Anna Margaretha Heising (* 03.08.1666, oo 26.01.1687, + 1730) in Hs.Nr. 53.
- Sie hat die Geschwister Anna Elisabeth (* 08.01.1698, + nach 1751), Nonne und den Kaufmann Heinrich (s. u.).
- (Am 24.03.1753 lässt sich ein ? Diekmann, verheiratet mit einer Emsmann, nach Osnabrück ausbürgern, um dort Immobilien zu verkaufen. Da es in Wiedenbrück zu dieser Zeit nur diese Familie Diekmann gibt, ist davon auszugehen, dass es vielleicht ein Sohn Johann Ferdinand Diekmanns, evtl. aus einer Ehe in Rietberg, sein könnte.)
- 1735/40 Johann Ferdinand Diekmann
- und seine Ehefrau Maria Elisabeth Druffel (s. Hs.Nr. 53).
- 1741 Druffel Maria Elisabeth, die Witwe von Johann Ferdinand Diekmann.
- Sie ist Kornbrennerin, hat aber am 21.10.1741 keinen Branntwein verkauft.
- 1744 Diekmann, Erben zu Rietberg und Druffel, Heinrich, Kaufmann, Lohnherr, 1732 Gildemeister des Krameramtes und seine Ehefrau Maria Katharina Kampmann (am 15.05.1725 aus Horn bei Lippstadt eingebürgert, oo 06.02.1725) als Diekmanns Erbe (s. Hs.Nr. 36, 53, 76, 77).
- Er zahlt 1731 Kramer- und Branntwein-Accise. Er war zwar tüchtig, hatte aber wohl kein Glück im Geschäft, weil er verarmt und seine Güter versteigert werden müssen.
- Seine Eltern sind Kaufmann Johann Conrad Druffel und dessen Ehefrau Anna Margaretha Heising in Hs.Nr. 53.
- Ihre Eltern sind Johann Kampmann, Rentmeister des Herrn von Wrede in Horn bei Lippstadt und dessen Ehefrau Anna Catharina Bertram.
- Sie haben 10 Kinder, u. a. Johannes Ferdinand (* 20.02.1737, + nach 1805), der am 16.04.1769 Maria Anna Brockmann in Hs.Nr. 332 heiratet, den Bäcker und Kaufmann Franz Christoph Heinrich (* 29.01.1747, + 02.10.1834), der 1776 Maria Gertrud Badde (* 1754, am 26.05.1775 aus Clarholz eingebürgert, + 09.10.1823) in Hs.Nr. 13, 17, 98, 136, 192.1, 223, 224, 286, 335, 339, 339.1, 389 heiratet und Maria Anna (+ 07.10.1852), die am 13.02.1802 Carl Bollenhöfer in Hs.Nr. 332, 342, 343 heiratet.
- Nach dem Tod des Heinrich Druffel in Armut wohnt die Witwe Maria Katharina Kampmann 1755/58 im dritten Waisengadem Hs.Nr. 36.
- 1751, 12. Juli Dieses Haus wird für 205 rtl. versteigert an Kontze Jacob, Führer (Polizist)
- und seine erste Ehefrau Maria Odilia Kohls (beide am 16.12.1752 eingebürgert, oo 01.07.1752) (s. Hs.Nr. 28).
- 1752 Jacob Kontze, Führer (Polizist)
- und seine Ehefrau Maria Odilia Kohls.
- 1762, 30. Oktober Die Stadt streitet sich mit Mühlenpächter Friedrich (am 06.12.1758 eingebürgert) (s. Hs.Nr. 31) oder Johann Ferdinand Dieckmann wegen Zahlung der Konduktionsgelder.
- 1765, 26. Januar Johann Ferdinand Dieckmann pachtet wiederum die Mühle.
- 1772 Das Haus wird bewohnt von Cirkel Catharina Elisabeth, der Witwe von Hermann Osthoff (oo 23.06.1744).
- Mieterin mit einer Tochter (s. Hs.Nr. 194.1)
- und Sieckdreis Johann Heinrich, Mieter.
- 1777 Jacob Kontze Führer (Polizist)
- und seine zweite Ehefrau Anna Gesina Hakenkamp, die Witwe von Tobias Heidelmann (oo 08.04.1777).
- Sie heiratet am 21.11.1784 Christoph Heising in Hs.Nr. 28.
- um 1800 von Donop Carl, Major, Kaufmann, Branntweinbrenner (s. Hs.Nr. 156, 255, 257, 277.1, 285, 331).
- Er heiratet am 07.04.1807 Maria Anna Döring (* 14.12.1789), die Tochter des Amts- und Stadtchirurgen Johann Heinrich Döring (* um 1752, + 07.08.1802) und seiner Ehefrau Anna Christina Elisabeth Beckel (* 24.12.1763, oo 20.05.1788, + 09.11.1796) aus Hs.Nr. 285.
- 1809, 26. Januar Beckel Leopold Joseph, Kaufmann (* 30.05.1762)
- und seine Ehefrau Maria Anna Krümpelmann (* 1764, ° 27.10.1789) kaufen das Haus für 500 rtl. (s. Hs.Nr. 137/139).
- Seine Eltern sind der Kaufmann Leopold Beckel (am 04.12.1759 mit seiner erster Ehefrau Elisabeth Selhorst eingebürgert) und seine zweite Ehefrau Maria Christina Plöscher (oo 28.04.1761) in Hs.Nr. 137, 139, 137/139).
- Seine Schwester Anna Christina Elisabeth heiratet am 20.05.1788 den Amts- und Stadtchirurgen Johann Heinrich Döring in Hs.Nr. 285.
- Sie haben die Kinder Franz Wilhelm (s. u.), den Kaufmann Heinrich in Hs.Nr. 20, 137/139 und Maria Elisabeth (* 1799).
- 1816/17 Beckel Franz Wilhelm, Schenkwirt und Kaufmann (* 1792)
- und seine Ehefrau Maria Anna Kerkmann (* 1791, am 24.10.1814 mit dem Sohn Joseph eingebürgert),
- ein Kind (* 1815) und eine Magd (* 1801) und Bögge, ?, Vikar.
- 1820 Krümpelmann Maria Anna, die Witwe von Leopold Joseph Beckel und ihre Kinder Franz Wilhelm, Heinrich und Maria Elisabeth.
- 1829, 4. Juni Beckel Franz Wilhelm, Schenkwirt und Kaufmann
- und seine Ehefrau Maria Anna Kerkmann übernehmen das Haus für 800 rtl.
- Franz Wilhelm Beckel war 1833/34 Winkelier in Kolonialwaren und Schenkwirt.
- 1840, 19. Juli und 9. September Wagner (Wagener) Wilhelm, Krämer und Seiler (am 14.03.1838 aus Chemnitz eingebürgert)
- und seine Ehefrau Margaretha Graflage, die Witwe von Theodor Thomann, kaufen das Haus als Meistbietende für 1.255 rtl. (s. Hs.Nr. 277).
- 1851, 28. Oktober Thomann Theodor, Buchbinder, kauft das Haus für 1.495 rtl.
- 1877, 13. November Becker Florenz Anton, Kaufmann (1850 - 1915)
- und seine Ehefrau Elise Eickhoff (s. Hs.Nr. 65, 269, 270).
- Sie haben die Söhne Wilhelm, der der Franziskaner Pater Daniel Becker (* 22.05.1879) wird und den Kaufmann Anton (* 16.03.1877, + Juli 1952), der 1912 Elisabeth Wiese in Hs.Nr. 270 heiratet.
- Sie übernehmen 1873 die Leitung der Manufakturwarenhandlung des Kaufmanns Wilhelm Anton Brenken in Hs.Nr. 384 und machen sich 1875 in Haus Hs.Nr. 269 selbständig, bevor sie wegen Platzmangel in das spätere Hauptgeschäft Hs.Nr. 270 umziehen.
- 1903 Lattrich Wilhelm, Kaufmann.
- 1940 Lattrich Franziska, Rentnerin.
- 1943 Kessing Friedrich, Gast- und Landwirt aus Erwitte.
Quelle : Stadt Rheda-Wiedenbrück, Archivarin Annette Roesler und Josef Temme
Karten
Preußisches Ur-Kataster Wiedenbrück 1822, Stadt Wiedenbrück Flur 1
Karte nach den Preußischen-Urkataster 1822, M. Erichreineke 2025
Karte TK 25 1837
Karte TK 25 1922
Karte TK 25 2001
Karte Google Maps 2025
Dokumente
1940 Lattrich, Kirchplatz 1
Schrägluftbild 2020er, Blickrichtung Nordost
Hansa Luftbild AG, Luftbildpläne 1951-1970 RW 0230, Nr. 15314 2.6.1965
Wiedenbrücker Häuser, Band 1, Josef Temme
bearbeitet durch Annette Roesler, Stadtarchiv Rheda-Wiedenbrück 2009
Verweise
TK25 Karten : 4115 Rheda Wiedenbrück
Auskünfte
Stadtarchiv Rheda Wiedenbrück
Heimatverein Wiedenbrück
Ausführliche Informationen : Wiedenbrück Nr. 63 / Archiv
Auskünfte erhalten Sie unter:
info@westfalenhoefe.de



















