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wiki:verl_073_st._anna_pf_kuehlmann

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Ferdinand Kühlmann

Pfarrer in Verl von 7. 9. 1886 - 1. 12. 1926

Fedinand Kühlmann wurde als ältester Sohn der Eheleute Johann Heinrich Kühlmann und Anna Katherina geborene Gassei am 15. November 1842 in Neuenkirchen geboren.

Er hatte noch drei Brüder und zwei Schwestern. Seine Eltern bewirtschafteten ihren Bauernhof in Neuenkirchen Nr. 123 Lammschneider, ehemals Hof Heinrich-Ellefred, nahe der Flurgrenze zur Bauernschaft Westerwiehe. Da es zur Schule nach Neuenkirchen recht weit war, besuchte Ferdinand Kühlmann bis Ostern 1856 die Volksschule zu Westerwiehe, empfing bei Schulentlassung die erste hl. Kommunion, studierte amn Progymnasium zu Rietberg unter dem späteren Abgeordneten Dr. Rudolphi bis Herbst 1861, dann am Gymnasium zu Brilon, wo er im Herbst 1863 das Abiturientenexamen bestand. Nach den Studien an der Bischöflichen Lehranstalt zu Paderborn blieb er wegen schwacher Gesundheit von Herbst 1866 bis Ostern 1867 daheim, trat ins Priesterseminar zu Paderborn ein.

Er wurde am 14. August 1868 durch Bischof Conrad Martin zum Priester geweiht.

m 21. Oktober 1868 wurde er Cooperator des Pfarrers Hottenrott zu Dinklar bei Hildesheim. Zum Vikar in Verl wurde er am 24. April 1871 ernannt. Nach dem Tode des Pfarrers Kleine von Verl am 21. Mai 1882 war er Pfarrverweser, bis er auf Präsentation des Kirchenpatrons Friedrich Tenge am 7. September 1886 Pfarrer wurde. Dechant Laning aus Kaunitz führte ihn am 7. Oktober 1886 ein. Am 21. Dezember 1893 wurde er zum Landdechant ernannt. Die Regierung ernannte ihn am 29. Dezember 1882 zum Ortsschulinspektor für die Pfarren Verl und Kaunitz. Auf Präsentation des Kaisers wurde er am 29. Mai 1897 zum Ehrendomkapitular an der Paderborner Kathedrale erhoben.

Am 4. Dezember 1904 weihte er die neuerbaute Kapelle zu Sende ein und errichtete 1909 das Krankenhaus zu Verl, worin er seinen Lebensabend zubrachte. Ferdinand Küblmann betätigte sich auch außerkirchlich zum Wohle der Gemeinde Verl. „So fand sich auf Kühlmanns Initiative am 6. Mai 1886 eine kleine Schar mutiger und tatkräftiger Männer zusammen, um den Grundstein für die Spar-und Darlehnskasse zu legen.“ Vikar Kühlmann übte drei Jabre das Amt des Rendanten aus. 1912 ist Domkapitular Kühlmann Mitglied des historischen Vereins zum Schutz der Heimat und ihrer Kunst- und Naturdenkmäler. 1920 ist war er Gründungsmitglied des Heimatvereins Verl. Am 20. September 1922 hebt Pfarrer Kühlmann die Pfarrcaritas aus der Taufe. An staatlichen Auszeichnungen erhielt er 1904 den Roten Adler-Orden 4. Kl., dann 1916 die Rote-Kreuz-Medaille und 1918 das Verdienstkreuz für Kriegshilfe. Zu seinem Goldenen Priesterjubiläum am 4. August 1918 wurde er Geistlicher Rat, er trug seitdem bei festlichen Anlässen den Pilgerstab mit Kreuz. Nachdem er wegen seines Alters zum 1. Dezember 1926 das Pfarramt niedergelegt hatte, konnte er noch bei guter Gesundheit am 15. August 1928 sein Diamantenes Priesterjubiläum feiern. Domkapitular Pfarrer Ferdinand Kühlmann starb am 24. Januar 1929 im St.-Anna Hospital zu Verl.

Im Heft 7 der Heimatkundlichen Schriftenreihe des Heimatvereins Verl haben Heinz Müller und Josef Freise ihrem Pfarrer Ferdinand Küblmann ein bleibendes Denkmal gesetzt.

siehe ☛ Verl_070g Dechant Ferdinand Kühlmann - Heftreihe Nr.7 Heimatverein Verl

Ehrendomherr - Domkapitular - Geistlicher Rat - Dechant und Pfarrer Ferdinand Kühlmann

Bild im Heimathaus des Heimatverein Verl .e.V.

www.Verlerland.de / Die Anfänge des Heimatvereins

siehe auch ☛ Bildstöcke [Heiligenhäuschen] - Kapellen - Wegekreuze / Stadt Verl Nr. A

Elisabeth Kühlmann, Schwester des Ferdinad Kühlmann war 1873 die erste, die auf dem neuen Friedhof beigesetzt wurde.

siehe auch : Dechant Ferdinand Kühlmann - Heftreihe Nr.7 Heimatverein Verl / Seite 78 (Link oben)

wiki/verl_073_st._anna_pf_kuehlmann.txt · Zuletzt geändert: 2024/05/03 02:10 von michael

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